Kinderyoga im Freiraum

Erlebnisbericht

Ein im Rahmen des Pro-Juventuten Ferienpasses im Sommer 2017 angebotener Kurs für Kinder gab den Anstoss, Kinderyoga ins Programm des Freiraums aufzunehmen. 


Ab September wartete ich jeweils mit Spannung, wer am späteren Mittwoch Nachmittag  durch die Türe spazierte. Da die Teilnahme absolut unverbindlich und keine Anmeldung nötig war, wusste ich nie nie im Vornherein, wie viele Kinder kommen würden. Und je nach Anzahl, Kombination und natürlich auch Stimmungslage der Kinder ergab sich eine ganz andere Dynamik.  Mal verlief die Stunde verspielt, mal konzentriert, mal ruhig, mal kommunikativ.

 

In der Gruppe der kleineren Kinder starteten wir jeweils mit einem gemeinsamen «Ohm», um der Sonne zu rufen. Jedes Kind das wollte, durfte das «Ohm» einmal anstimmen und beobachten, wie die anderen einsetzten und sich der Einzelton zu einem ganzen Tontepptich entwickelte. Danach grüssten wir die Sonne mit drei Sonnengrüssen, wonach sich die Kinder jeweils gerne wieder hinsetzten und einer kurzen  Geschichte lauschten. Zunächst handelte die Geschichte vom einem Hund, der mit seinem Traumflieger viele Abendeuter erlebte. Nachher wechselten wir zur Geschichte von «Rigot und Rosa» aus dem Buch von Lorenz Kaiser. Diese Geschichten inspirierten die nachfolgende Asana-Praxis (den Übungsteil). Wir verwandelten uns in Elefanten, Blumen, Rennautos – der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Das wichtigste für viele Kinder waren aber die drei Abschlussrituale: die gegenseitige Massage, das «Klangschale herum geben» und – kaum zu glauben – das Mattenputzen! 

 

Die Stunde mit den grösseren Kindern glich bereits viel mehr einer klassischen Yoga-Stunde. Ich nutzte aber die grosse Entdeckerlust und auch deren grosse körperliche Flexibilität, um uns im zweiten Teil der Lektion jeweils an herausfordernde, ja etwas spektakuläre Positionen hin zu wagen. Die Begeisterung und Freude, soche Herausforderungen anzunehmen und meist auch in einer Form oder der anderen zu meistern, war sehr schön zu beobachten.

 

Ich danke allen Kinder für die Offenheit und die tolle Erfahrung! Namasté, Christin